Busanbindung für die Zange: CDU springt auf SPD-Zug auf

"Die Vorwürfe der CDU-Fraktion sind haltlos, das Vorgehen der CDU entbehrt jeder politischen Fairness und ist zudem nur allzu leicht durchschaubar“, kommentiert der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion Frank Sauerzweig den Antrag der CDU-Fraktion zur Verlängerung der Linie 509. „Im Übrigen hat nicht die CDU den Haushalt ausgeglichen, sondern die Bürgerinnen und Bürger, denen die CDU-Mehrheit dreist in die Tasche gegriffen hat. Obwohl es sich bei dem CDU-Antrag nur um eine Reaktion auf unseren Antrag handelt, werden wir ihn beraten. Mittragen können wir ihn nur, wenn die Nahversorgung der Bürger tatsächlich gewährleistet wird."

Der stellvertretende Vorsitzende Ömer Kirli ergänzt: "Wir haben uns über diesen Antrag sehr gewundert, zumal er nahezu identisch mit unserem ist und der ursprünglichen Linie der CDU widerspricht. Immerhin hat der Rhein-Sieg-Kreis bereits vor über zwei Jahren mit der Stadt bezüglich der Linienverlängerung kommuniziert. Vorgelegt wurden den Mitgliedern des Planungsausschusses weder Konzepte noch irgendwelche anderen Informationen. Die SPD hat ein eigenes Konzept mit zusätzlichen Haltepunkten an der Breslauer Straße, Hohenzollernstraße, Lindenstraße, Kleingärtneranlage und Industriestraße bereits am 13. April vorgelegt, um den Stadtteil Zange nahezu komplett anzubinden.“

„Dieser Antrag wird nun von der Mehrheitsfraktion aufgegriffen. Scheinbar wurde der SPD-Antrag aber nicht richtig gelesen oder aus politischem Kalkül bewusst fehlinterpretiert, ansonsten wäre auch der CDU aufgefallen, dass wir weder den Wegfall von Parkplätzen noch eine Linienführung über die Bonner Straße beabsichtigen," erläutert der Fraktionsvorsitzende Frank Sauerzweig.

„Wir freuen uns dennoch, dass die CDU sich nun endlich auch um die Zanger Bürger kümmern will, hätten es aber, wenn es nur um die Sache gegangen wäre, für besser gehalten, das Gespräch mit uns zu suchen. Die