Sozialpädagogische Unterstützung für das Schulzentrum: Der erste Schritt in die richtige Richtung

Die SPD-Fraktion unterstützt das Vorhaben der Verwaltung per Dringlichkeitsentscheidung, gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendreferat des Ev. Kirchenkreises ein sozialpädagogisches Kooperationsprojekt am Schulzent-rum Neuenhof zu etablieren.

„Die SPD-Fraktion hat bereits in den vergangenen Jahren auf die Notwendigkeit einer sozialpädagogischen Unterstützung für die Siegburger Schulen hingewiesen und hierfür konsequenterweise auch entsprechende Mittel für den städtischen Haushalt vorgesehen. Hierbei hatten wir in einem ersten Schritt die Gesamtschule im Blick. Die Gesamtschule arbeitet durch ihre inklusive Ausrichtung mit Schülern zusammen, die einer besonderen Förderung bedürfen. Hinzu kam am Schulzentrum eine außergewöhnliche Belastung durch die Beschulung von zugewanderten Kindern und Jugend-lichen mit unterschiedlichem Migrationshintergrund“, erläutert der SPD Fraktionschef Frank Sauerzweig.
„Natürlich freuen wir uns über die, wenn auch sehr späte, Einsicht der Verwaltung, das Schulzentrum Neuenhof sozialpädagogisch zu unterstützen. In diesem Zusammenhang ist auch die politische Kehrtwende der CDU-Fraktion gemeinsam mit ihrem Koalitionspartner FDP bemerkenswert, die bisher die SPD-Anträge mit Blick auf die Zuständigkeit der Landesregierung abbügelten. Die CDU-geführte Landesregierung entzieht sich allerdings der Verantwortung, bricht ihr Wahlversprechen und wird die Schulsozialarbeit nicht finanzieren“, führt Sauerzweig aus.

„In der aktuellen Situation ist es richtig und notwendig, die Schulsozialarbeit am Schulzentrum aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Von derCDU/FDP-Landesregierung ist keine Hilfe zu erwarten. Eine frühere Einsicht auf Seiten der Koalition hätte aber eine Menge der aktuellen Belastungen an der Schule abfedern können. Das politische Taktieren von CDU und FDP auf dem Rücken der Schüler, Lehrer und Eltern war und ist verantwortungslos“, ergänzt der SPD-Parteivorsitzende und Schulausschussvorsitzende Stefan Rosemann. „Erfreulicherweise ist mit dem Ev. Kinder- und Jugendreferat ein äußerst kompetenter freier Träger der Jugendhilfe als Kooperationspartnmer gefunden worden,“ so Rosemann weiter.

„Für die SPD-Fraktion ist die Maßnahme am Neuenhof lediglich der erste wichtige Schritt hin zu einer Versorgung aller Siegburger Schulen mit Sozialpädagogen. Wir werden vorangehen, wenn sich die Landesregierung auch weiterhin aus der Verantwortung stiehlt. Wir fordern die CDU- und FDP-Fraktionen im Rat der Stadt Siegburg und die Verwaltung auf, diesen Weg zum Wohle der Siegburger Schulen mit zu gehen“, sagt Frank Sauerzweig.