SPD gegen Bebauung im "Starckschen Park"

Ein schwarzer Tag für die Umwelt

Von Anfang an hat sich die SPD-Fraktion vehement gegen die geplante Bebauung des Parks mit über 20 luxuriösen Eigentumswohnungen ausgesprochen. „Es macht für uns überhaupt keinen Sinn, hier eine ökologisch wertvolle Fläche zu belasten, während beispielsweise die CDU an anderer Stelle eine Brachfläche zum Park entwickeln will“, ärgert sich Michael Keller, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion und SPD-Sprecher im städtischen Planungsausschuss. „Das was sich hier unter den besonderen örtlichen Bedingungen über viele Jahrzehnte entwickelt hat, muss erhalten und geschützt werden; auch die stadthistorische Bedeutung des Areals ist zu beachten.“
„Besonders die geplante Art der Bebauung mit Luxuseigentumswohnungen ist nicht das, was wir in Siegburg dringend brauchen“, ergänzt der stellvertretende Bürgermeister und Siegburger SPD-Vorsitzende Stefan Rosemann. „Seit Jahren fordern wir den Bau von zusätzlichen Sozialwohnungen und preiswertem Wohnraum. Die Bedürfnisse der Menschen mit kleineren oder durchschnittlichen Einkommen werden in Siegburg zu oft vernachlässigt“.
„Die Aktion, jetzt im Eiltempo Fakten zu schaffen, hat natürlich auch einen Beigeschmack“, so Keller. „Wenn man weiß, dass die Anlieger aktuell gegen Genehmigungen vorgehen und sie dann so kurzfristig informiert werden, ist das unschön. Insbesondere aber, wenn man weiß, dass beim Verwaltungsgericht ein Eilantrag vorliegt und man nicht einen oder höchstens zwei Tage auf eine Entscheidung warten will. Stattdessen werden schnellstens Fakten geschaffen und das macht ein ohnehin bedenkliches Vorhaben nicht konsensfähiger, auch wenn rein rechtlich alles in Ordnung zu sein scheint. Guter Wille sieht aber anders aus“.