SPD fordert: Schlanke Verwaltungsspitze - zukünftig kein 3. Beigeordneter mehr!

Braucht eine Stadt in der Größe von Siegburg drei Beigeordnete um eine effektive Verwaltung zu organisieren? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Sozialdemokraten mit Blick auf die anstehende Diskussion um die Wiederbesetzung der vakant werdenden Beigeordnetenstelle.

Eindeutig fiel die Antwort aus. „Wir sind der Auffassung, dass wir stärker auf Bürgerservice, flache Hierarchien und eine schlanke Verwaltungs-spitze setzen sollten. Drei Beigeordnete machen keinen Sinn, zumal wir auch der Meinung sind, dass der Bürgermeister weniger repräsentative Aufgaben und verstärkt verwaltungsbezogene Aufgaben übernehmen sollte. In Zeiten, in denen wir um jeden Cent streiten, in denen Bürgerin-nen und Bürger stark belastet werden, ist ein dritter Beigeordneter nicht mehr vermittelbar“, erklärt der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Frank Sauerzweig.

Daher plädieren die Sozialdemokraten für eine schlanke Verwaltungs-spitze mit zwei Beigeordneten und einer neuen Aufgabenverteilung. „Über die Neuaufteilung der Aufgabengebiete wird zu diskutieren sein. Wenn CDU und FDP bereit sind, sich ernsthaft mit diesem Thema ausei-nanderzusetzen, werden wir Vorschläge einreichen. Der Einspareffekt mit Blick auf Personalkosten und Pensionsansprüche wäre im sechsstelligen Bereich“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion, Ömer Kirli.

Fakt ist, dass andere, zum Teil größere Städte im Rhein-Sieg-Kreis mit we-niger Beigeordneten auskommen. „Die Städte Bornheim, Hennef und Sankt Augustin müssen deutlich mehr Bürger versorgen und kommen mit jeweils zwei Beigeordneten aus. Wir brauchen mehr effektive Verwaltung und gute Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger, keine aufgeblähte Verwaltungs-spitze“, so Kirli und Sauerzweig abschließend.