SPD will Musikprogramm an Weiberfastnacht schon jetzt sichern

"Jetzt klarstellen, dass die Party stattfindet"

Zufrieden hat die SPD-Fraktion registriert, dass sowohl die Verwaltung als auch die CDU in Reaktion auf den Vorstoß der Sozialdemokraten nun offenbar auch eine organisierte Weiberfastnachtsparty anstreben.

"Wir sind sicher, dass ein Bekenntnis zu der Veranstaltung ohne unsere Intervention nicht erfolgt wäre", erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Frank Sauerzweig. "Allerdings hat man gleichzeitig den Eindruck, dass schon hohe Hürden an Bedingungen aufgebaut werden, um sich dann doch noch aus der Verantwortung zu stehlen."

"Die Frage, ob es ein Angebot an Weiberfastnacht auf dem Marktplatz geben soll, stellt sich nach allen Erfahrungen der vergangenen Jahre auch eigentlich gar nicht", stellt der stellvertretende Bürgermeister und Siegburger SPD-Vorsitzende Stefan Rosemann fest. "Wie es ohne ein solches Angebot aussieht, haben wir in den Jahren davor gesehen. Diese Verhältnisse will wohl niemand gerne wiederhaben. Wir müssen deshalb mit einer Mindestsicherung des Musikprogramms schon jetzt klarstellen, dass die Party stattfindet".

Die Angriffe von CDU und Verwaltung weist die SPD entschieden zurück. "Es besteht ein berechtigtes öffentliches Interesse an der Weiberfastnachtsparty. Daher ist es völlig legitim, eine klare Haltung des Bürgermeisters einzufordern", stellt Torben Schröder von den Siegburger Jusos klar.

Dass der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürgen Becker nun auch noch den aktuellen Flüchtlingszuzug instrumentalisiert, um die politische Initiative der SPD zu diskreditieren, entspricht nicht den Anforderungen an politische Fairness. "Bei aller Dominanz der Flüchtlingssituation müssen wir uns auch um die Leistungen kümmern, die den Siegburgerinnen und Siegburgern wichtig sind. In Sachen Flüchtlinge leistet die Verwaltung sehr gute Arbeit, die wir mit Respekt anerkennen. Hier aber ist es unsere Aufgabe, die Arbeit von Verwaltung und Ratsmehrheit entschlossen zu korrigieren", stellen Rosemann und Sauerzweig klar und ergänzen: "Wenn sich die Verwaltung temporär nicht in der Lage sieht, notwendige Leistungen wie die Weiberfastnachtsparty als Teil des gesetzlichen und erzieherischen Jugendschutzes zu erbringen, dann muss sie das offenlegen und Vorschläge machen, wie die Alternativen aussehen. Einfach absagen ist keine Lösung!"

(Foto: Flickr/broombesoom, CC BY-NC-ND 2.0)