SPD: Richtlinien zur Sportförderung sollen konkretisiert werden

Großzügiger Zuschuss für neue Profiküche wurde von CDU bewilligt

Die SPD-Fraktion beantragt eine Änderung der Sportförderrichtlinien der Stadt Siegburg, durch die eine Förderung von nicht unmittelbar der Ausübung des Sports dienenden Maßnahmen wie Küchen, Hausmeisterwohnungen etc. ausgeschlossen wird.

"Anlass hierfür ist, dass in der letzten Sitzung des Ausschusses ein Zuschuss für den Einbau einer neuen Küche für die Vereinsgastronomie eines Tennisclubs gegen die Stimmen von SPD und FDP beschlossen wurde", erklärt der sportpolitische Sprecher Oliver Schmidt. 

"Während Verwaltung und CDU sich für einen Zuschuss aussprachen, kann nach Auffassung der SPD keine Förderung in Frage kommen, weil es sich bei einer Küche nicht um die Erweiterung und Modernisierung von Sport-Freianlagen einschließlich Nebengebäuden handelt und nur die dürfen bezuschusst werden," erläutert der stellvertretende Bürgermeister Stefan Rosemann.
 
"Die Unterscheidung zwischen einer Gastronomie für Vereinsmitglieder, die förderungsfähig sein soll und einer für alle offenen Gastronomie ist nebenbei gesagt praxisfremd, weil das niemand kontrollieren kann. Außerdem wird die Küche von einem Pächter betrieben, der an den Verein eine Pacht zahlt", ergänzt der Fraktionsvorsitzende Frank Sauerzweig. "Es hat ja sicher keinen Einfluss auf die Entscheidung gehabt, dass der Antrag von der Ehefrau eines CDU-Ratsmitgliedes unterschrieben wurde."

Foto: Flickr (CC 2.0)